11/08/2011 - Bayreuth/ WindesheimDownload Pressetext [Worddokument]
Uranex- und Carix-Anlage in Windesheim eingeweiht
Weiches und uranfreies Wasser für 42.000 Einwohner
Windesheim/Bayreuth, 3. November 2010 - Die bislang größte Uranex-Anlage zur Entfernung von Uran und eine der größten Carix-Anlagen zur Teilentsalzung wurden jetzt vom Zweckverband Trollmühle im Wasserwerk in Windesheim, Rheinland-Pfalz, eingeweiht. Der geologisch bedingte Urangehalt des Wassers wird nun mit Hilfe dieser beiden von Krüger WABAG realisierten Ionenaustausch-Verfahren von durchschnittlich 14 μg/l auf unter 0,1 μg/l vermindert. Außerdem wird die Gesamthärte von 22 °dH auf 12°dH und der Nitratgehalt von 35 mg/l auf unter 25 mg/l reduziert. Rund 42.00 Menschen in 14.000 Haushalten aus umliegenden Orten werden vom Zweckverband mit 2,1 Mio m3 Trinkwasser pro Jahr versorgt.
„Die Bürgerbeteiligung im Vorfeld dieses Projekts war sehr wichtig und notwendig", betonte Willy Orben, der Werkleiter des Wasserwerks, in seiner Ansprache zur Eröffnung. Dabei stand bei vielen Menschen in der Umgebung vor allem das Bedürfnis nach weicherem Wasser im Vordergrund. Im Jahr 2008 wurde im Rahmen einer Untersuchungsreihe der Landesbehörden der hohe Urangehalt festgestellt. Auf mehreren Bürgerversammlungen wurden Optionen und die wirtschaftlichen Auswirkungen diskutiert. Beschlossen wurde dann der Bau der neuen Anlage auf Grundlage einer breiten Zustimmung in der Bevölkerung durch eine Verbandsversammlung im Jahr 2009. Baubeginn war im August 2010, in Betrieb genommen wurde die Anlage nach nur 14 Monaten Bauzeit im Oktober 2011.
Ministerialrat Jürgen Stein vom Umweltministerium Rheinland-Pfalz lobte die Entscheider in Windesheim: „Sie haben entschlossen und mit Weitsicht, ökonomisch und ökologisch gehandelt und die Maßnahme effizient umgesetzt." Denn sowohl die geplante Bauzeit wie auch die geplanten Kosten wurden strikt eingehalten. Den moderat steigenden Wasserkosten für die Haushalte stehen Einsparungen durch den Wegfall dezentraler Enthärter und dem geringeren Einsatz Umwelt belastender Waschmittel und Entkalker entgegen. Außerdem wird den gestiegenen Ansprüchen an die Wasserqualität und die Gesundheitsvorsorge Rechnung getragen. Nicht zuletzt wird durch die Maßnahme die Einhaltung der seit 1. November geltenden, überarbeiteten Trinkwasserverordnung mit einem Grenzwert von 10 μg/l Uran sichergestellt.
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Bild 1:
Das Wasserwerk des Zweckverbandes Trollmühle in Windesheim.
Bild 2:
Einige der Entscheider der Investition des Zweckverbandes Trollmühle in die Uranentfernung und Teilenthärtung. Links Werkleiter Willy Orben.
Bild 3:
In Windesheim wurde die bisher größte Uranex-Anlage und eine der größten Carix-Anlagen gebaut. In beiden Fällen handelt es sich um Ionenaustauschverfahren.
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